Agra:Ferienhaus mit Pool,Toskana|Radicofani

 Italiano  English


Radicofani


Radicofani, TuscanyRadicofani war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Festungen von Italien. Außer der via Cassia hat dieser Ort Jahrhunderte lang die Grenzen zwischen Lazio, Umbrien und der Toskana (und damit zwischen den Mächten von Siena, Grosseto, Perugia, Orvieto und Viterbo) kontrolliert. La Rocca erscheint in kilometerweiter Entfernung und liegt wie drohend über dem Dorf. Davon übrig geblieben ist ein viereckiger Wachturm, der von Resten neuerer, kleiner Festungen umgeben ist. Eigentlich ist es eine moderne Rekonstruktion, die auf mittelalterlichen Formen gebaut wurde. Radiocofani ist im 13. Jahrhundert erbaut, 1565 erneuert und im 18. Jahrhundert abgerissen worden. Das Panorama, das im Westen durch den Amiata verdeckt ist, hat in Richtung Lazio (dort, wo der Lago di Bolsena liegt), Val di Chiana und Umbrien viele Details zu bieten und schließt an heiteren Tagen auch die Berge des Zentralappennins ein. Bevor man zum Dorf hinabgeht, sollte man einen Spaziergang durch den kleinen Pinienwald machen, der den Bau umgibt, denn hier findet der aufmerksame Spaziergänger Bögen, Gewölbe und Brunnen, die zum Teil von der Vegetation überwachsen sind.
 
Den Aufstieg zur fortezza di Radicofani kann man außer mit dem Auto auch zu Fuß machen. Dies dauert etwa 20 Minuten. Auch der Ort verdient einen aufmerksamen Besuch. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist die romanische Kirche San Pietro aus dem 13. Jahrhundert, die im 2. Weltkrieg beschädigt und 1946 restauriert wurde. Im Inneren beherbergt die Kirche mit ihren niedrigen gotischen Bögen eine herrliche Sammlung von Robbiana-Keramiken und Holzskulpturen, aus denen eine Maria mit dem Kinde (Madonna con Bambino) von Francesco di Valdambrino hervorsticht. Auf der Rückseite der Kirche befindet sich ein Vorplatz, von dem aus man einen Ausblick gen Süden hat, der dem von Rocca aus gleicht. An der Hauptstraße befindet sich die Kirche der "5. Agata", der Schutzpatronin von Radiocofani, auf deren Altar eine weitere große Robbiana-Keramik steht und die Sakristei beherbergt eine Holzskulptur jüngerer Geschichtsschreibung.
 
Der palazzo Pretorio schließt die Runde der Sehenswürdigkeiten ab. Es ist ein robuster Bau, in dem sich heute eine Schule befindet und in dessen Fassade eine Vielzahl von alten Steinwappen eingefügt ist. Weiter unten steht an der alten via Cassia, die um die Siedlung verläuft, der Palazzo della Posta. Es ist eine schöne Villa der Medici, die als Jagdhaus Ferninandos I entstanden war und dann in eine Unterkunft und Zollamt für Reisende umfunktioniert wurde. Unter anderen verweilten hier auf ihren Reisen François Montaigne, Charles Dickens und die Päpste Pius VI und Pius VII. Gegenüber steht ein schöner Springbrunnen aus Stein, den ein auffällig großes Wappen der Medici ziert.






A project by Aperion.it - Web & Seo Agency